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 Johann Hinrichs

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Kapitän Johann Hinrichs

 - Kapitän Johann Hinrichs - * 1818 + 1902 -

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Ein Beitrag aus Band 47

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 Kapitän Johann Hinrichs aus Delve

Ingo Wichmann, Herausgeber der Delver Hefte, schreibt in Band 17 dieser Reihe zur Geschichte des Dorfes Delve an der Eider:

Die Eider, die vor ihrer Eindeichung vor etwa 1.000 Jahren in mehreren Armen in die Nordsee mündete, hat einst unserem Dorf den Namen gegeben.  Delve, niederdeutsch Delv, ist abgeleitet vom niederdeutschen delf = „Graben" (Siedlung am Wasser).  Die älteste urkundliche Erwähnung unseres Ortes datiert vom 7. Mai 1281 aus einem Vertrag mit der Stadt Hamburg.

Die Eider bedingte Schifffahrt und Handel.  Die Delver Flotte bestand im 18. und 19. Jahrhundert aus zahlreichen großen und kleinen Schiffen.  Im Winter lagen sie - bis zu dreißig an der Zahl - im Schutze des Eiderdeiches vom Kockrack bis zur Süderdummer Schleuse vor Anker.  Im Sommer waren sie hauptsächlich auf Nord- und Ostsee unter­wegs und durchfuhren dabei auch häufig die Eider bzw. den Eiderkanal (eröffnet im Jahre 1784).  Einige größere Segelschiffe waren sogar auf allen Weltmeeren zuhause.

Der irdische Wohlstand von Delve hing zu jener Zeit einerseits von der Landwirtschaft, andererseits von der Eider ab.  Etwa 50 Familien im Ort, die gut ein Drittel der damaligen Dorfbevölkerung ausmachten, lebten von der Schifffahrt, dem damit verbundenen Handel und vom Fischfang.  11 Männer des Dorfes machten im 19. Jahrhundert ihr Kapitäns­examen und erlangten durch die Führung von Segelschiffen und Dampfern in höchst unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen jeder auf seine Art einen hohen Bekanntheitsgrad über Delve hinaus.  Einer von ihnen war Johann Hinrichs.  Seinen Lebensweg habe ich aufgezeichnet.

Johann Hinrichs wurde am 15. April 1854 in Delve als fünftes von elf Kindern der Eheleute Claus Hinrichs (* 1818 in Delve, † 1902 in Delve) und Anna Christine Hinrichs, geborene Löbkens (* 1826 in Delve, † 1905 in Delve) geboren.  Seine Gevattern (veralteter Begriff für Paten) waren Hans Löbkens aus Delve, Jürgen Carstens aus Delve und Gretje Carstens aus Dörpling.  Von April 1861 - nach der Stichtagsregelung „31. März" wurde der kleine Johann aufgrund seines Geburts­datums erst im Alter von fast 7 Jahren eingeschult - bis März 1870 besuchte er die Volksschule in Delve.  Nach dem Schülerverzeichnis dieser Schule nahm Johann Hinrichs in den Wintermonaten regelmäßig am Unterricht teil.  In den Sommer­monaten fehlte er hauptsächlich in der zweiten Hälfte seiner Schulzeit öfters entschuldigt, weil er seinem Vater in der Landwirtschaft helfen musste und auf dem Hof als Arbeitskraft offensichtlich dringend benötigt wurde.  Das war zu jener Zeit allgemein üblich.  Ein Vergehen war es nur, wenn man dem Unterricht un­entschuldigt fernblieb.

Am Sonntag Okuli, 20. März 1870, wurde Johann Hinrichs in der St. Marien­kirche zu Delve konfirmiert.  Den Hof sollte sein zwei Jahre älterer Bruder Seebrandt Seebrandt Hinrichs (* 1852, † 1918) übernehmen.  Daran hatte Johann Hinrichs auch wenig Interesse.

  Sein heißester Wunsch war es, zur See zu fahren.  Auf dem Delver Eiderdeich sahen die Jungs des Dorfes die vielen Schiffe auf der Eider, von 1784 bis 1895 Teil des Eiderkanals zwischen Nord- und Ostsee, dahin ziehen.  Um 1870 passierten immerhin 4.700 bis 5.200 Groß- und Kleinsegler sowie vereinzelt auch bereits Dampfer unseren Ort.  Das waren im Frühjahr, Sommer und Herbst täglich bis zu 30 Einheiten, und da kam bei einigen Knaben Fernweh auf.

Bei dem erfahrenen Kapitän Claus Busch trat Johann Hinrichs sofort nach seiner Konfirmation seine erste Stelle an.  Die Winterruhe war für die kleineren Segel­schiffe Ende März vorbei, und bis Anfang November eines jeden Jahres dauerte die Saison.  Kapitän Busch hatte eine Galeasse, ein Schiffstyp mit Kiel und plattem Heck, einem Großmast und einem kleinen Besanmast.  Sie hieß „ADOLF“ und war zirka 66 BRT groß.  Zur Besatzung gehörten drei Personen, der Schiffsführer, ein Matrose sowie ein Schiffsjunge.  Die Fahrten gingen an die Westküste Holsteins (Nordsee), aber auch nach Rendsburg (Eider / Eiderkanal) sowie nach Flensburg und Dänemark (Ostsee).  Überwiegend fuhr Kapitän Busch Kohlen für die Firma Zerssen in Rendsburg.  Auf der ADOLF erlernte Johann Hinrichs auch die Kunst des Kochens, über die er im hohen Alter stets gerne sprach.

In Kiel kam Johann Hinrichs seiner Wehrpflicht nach und besuchte anschließend in Flensburg die Steuermannsschule.  Das Steuermannsexamen bestand er 1872 mit „Sehr gut".  Nun stand ihm die Welt offen.  Zuerst fuhr er auf dem Dreimastschoner „HEINRICH LOHMANN“ Kohle von England nach Kiel.  Eine größere Reise nach Australien machte er als Steuermann auf einer Hamburger Bark.  Zurück ging es über Mexiko.  Im Jahre 1881 wurde Johann Hinrichs im Alter von nur 27 Jahren Kapitän.  Bei einer Reederei in Kiel erhielt er aufgrund seiner guten Zeugnisse eine Anstellung auf einem Dampfer, was damals schon etwas bedeutete.  1887 wechselte er seinen Arbeitgeber und ging zur Reederei Gebrüder Lange in Altona.  Dort führte er den Dampfer „BAHRENFELD".  Es folgten für die Hamburger Reederei Glaeske & Hennings viele Fahrten nach Amerika, England, Schweden und Norwegen.

Im Jahre 1884 lernte Johann Hinrichs Catharina A. Weinnoldt, die Tochter eines Kanallotsen aus Neumühlen bei Kiel, kennen.  Er heirate sie am 21. Dezember 1886 in Schönkirchen im Kreis Plön. 

Das Ehepaar zog nach Hamburg in die Hafenstraße.  Drei Kinder wurden geboren: Kathi Louise (* 14. November 1888, † 20. Oktober 1981) heiratete am 17. September 1908 den Zollkontrolleur Ernst Rautenberg (* 5. November 1882, † 21. Mai 1917); Ella Alwina (* 6. Januar 1890) heiratete am 7. August 1909 den Zollrat Paul Stölken (* 22. Januar 1880); Herbert (* 31. Oktober 1891, † 20. März 1915) fiel bei einem Kriegseinsatz in den Karpaten.

Leider währte die Ehe nur 11 ½  Jahre.  Catharina Hinrichs starb am 6. Mai 1898 in Hamburg.  Johann Hinrichs war gerade in Konstantinopel (im Jahre 1930 erhielt die Stadt den Namen Istanbul), als ihn die Nachricht vom Tode seiner Frau erreichte.  Er hatte seine Frau so geliebt, dass er sich nicht wiederverheiratete.

Bei der Deutschen Levante Linie

Anfang der 1890er Jahre ging Johann Hinrichs zur Deutschen Levante Linie (DLL).  Diese Linie war am 6. September 1889 von den Reedern Carl Laeisz und Adolph Woermann gegründet worden.  Am 28. Juni 1890 erfolgte die Betriebseröffnung mit der „CHIOS“.  Die Stammlinie ging alle zwei Wochen ab Hamburg nach Malta, Athen (Hafen: Piräus), Smyma, Konstantinopel und Odessa.

In den ersten Jahren bei der DLL führte Kapitän Hinrichs verschiedene Fracht­dampfer.  Aufgrund seiner außergewöhnlichen Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit übertrug die Deutsche Levante Linie ihm im Jahre 1898 die Verantwortung für den Vergnügungsdampfer „PERA“.  Dieses Schiff, erbaut im Jahre 1888, 2.499 BRT groß, wurde im August 1898 als „PORTO ALEGRE“ von der Hamburg Südamerikanische Dampfschiffahrts Gesellschaft (HSDG), kurz: „Hamburg Süd", erworben und in PERA umbenannt.  Die PERA war der erste Express-Dampfer der DLL, der dazu erstmals komfortable Passagierplätze bot.

Mit der PERA bot die Deutsche Levante Linie erstmalig Vergnügungsfahrten für gut betuchte Passagiere von Hamburg nach Odessa am Schwarzen Meer und zurück an.  Nebenbei wurde auch Fracht befördert, ab 1900 aufgrund eines Vertrages mit der Reichspostverwaltung auch die Post in die Türkei.  Kapitän Hinrichs führte den Schnelldampfer auf dieser Linie bis Herbst 1909.

In der Vossischen Zeitung vom 4. März 1908 (Morgenausgabe) war zu lesen, dass „die Fahrten namentlich für Vergnügungsreisende, die in den einzelnen Häfen einige Stunden oder wenige Tage Aufenthalt genießen und so hinreichend Zeit für Ausflüge und Besichtigungen finden, in Betracht kommen.“

Wie verlief eine solche Fahrt im Allgemeinen?  Der 19jährige Johannes Hubert aus Cranz an der Elbe schildert in seinen „Lebenserinnerungen des Kapitäns Johannes Hubert“ (aus Jürgen Ruszkowski: „Seemannsschicksale", Band 2) sehr eindrucksvoll eine Reise, die er als Vollmatrose an Bord der PERA erlebte und die gut zwei Monate dauerte.

Mit Passagieren nach Levante

Also musterte ich wieder auf einem anderen Schiff an.  Es war die PERA, ein Fracht- und Passagierdampfer, der 80 Fahrgäste mitnehmen konnte und Touren­fahrten nach der Levante machte.  60 Passagiere fuhren mit, als am 26. April 1899 die Reise losging.  Das Wetter war gut und die Gäste guter Laune, in der Hauptsache deshalb, weil sie noch nicht seekrank waren.  Der Dampfer lief bei gutem Wetter 13 bis 14 Kilometer, das war in der damaligen Zeit eine sehr große Fahrt.

Am 28. April kamen wir in Le Havre an.  Früh um sechs Uhr kam dann die „Schwarze Gang“ an Bord.  Schwarze Gang war ein anderer Name für den Zoll, der ja bei Auslandsreisenden ein ungern gesehener Gast ist.  Sie fanden aber nichts, vielleicht waren aber auch die Verstecke zu gut, wer kann das heute noch wissen.  Das meiste unserer Ladung war für Griechenland bestimmt und zwar für Patras, Korinth, Piräus, Athen und Saloniki, der Rest der Ladung ging nach Smyrna und Konstantinopel, Konstanza in Rumänien, Odessa und Batum.

Das Schiff war wunderbar eingerichtet und damals eines der besten Schiffe Deutschlands.  Bei Kap Finistere und Gibraltar wurden Flaggensignale gegeben, die Nachrichten wurden dann an die Reederei weitergeleitet.  Drahtlose Telegrafie gab es ja an Bord noch nicht, heute ist das alles selbstverständlich.

Am 12. Mai 1899 waren wir dann in der Nähe von Algier.  Zwei Tage später sahen wir Malta, und da es gerade Tag wurde, konnten wir die Insel gut sehen.  Die Passagiere waren natürlich alle an Deck, sie wollten für ihr Geld auch etwas haben.  Wir fuhren deshalb auch ganz dicht an Malta vorbei.

Durch den griechischen Archipel ging die Fahrt dann weiter, und abends waren wir in Patraa.  Einen Tag hatten wir dort Aufenthalt.  Durch den Kanal von Korinth dampften wir nach Korinth.  Der Kanal ist an einigen Stellen so eng, dass sich zwei Schiffe nicht begegnen können.  Dass aus Korinth die Korinthen kommen, weiß inzwischen wohl jedes Kind, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass wir dort Korinthen und Rosinen als Ladung übernahmen.  Die Gegend ist wunderschön, und da wir an einem Sonntag dort waren, hatten wir auch Gelegenheit, mal an Land zu gehen und einen Ausflug in die Umgebung zu machen.  Mit einem Eselsgespann kamen wir wieder zurück, übrigens wurde die Ladung auch mit Eselgespannen an Bordgebracht.

Die Fahrt ging am 21. Mai 1899 weiter und zwar nach Piräus, der Hafenstadt von Athen.  Wir kamen abends an, blieben aber ein paar Tage länger, weil wir dort unsere Hauptladung löschen mussten. Hier haben wir in unserer Freizeit herrliche Ausflüge gemacht.  Wir waren in Athen und Umgebung, alles wurde besichtigt, die Altertümer bestaunt, und wir waren sehr beeindruckt von all den Sehenswürdigkeiten.  Aber auch die Bewohner dieses Landes sahen uns gern als ihre Gäste, und wir wurden häufig eingeladen.  Die Bevölkerung war überhaupt sehr deutschfreundlich.  Unsere Ladung bestand hauptsächlich aus Südfrüchten, und wir versorgten uns auch damit.  Viele Fahrgäste stiegen hier aus, sie wollten länger in diesem schönen Land bleiben.

Wir hatten aber immer noch 31 Passagiere an Bord.  Am 23. Mai machten wir uns auf den Weg nach Saloniki.  Auch dort holten wir Südfrüchte an Bord, und am 27. Mai 1899 kamen wir nach Smyrna, dem Teppichland.  Hier war nun wieder Gelegenheit, kleine Nebengeschäfte zu machen.  Ich habe mir dort einen Teppich eingehandelt, wo der aber später geblieben ist, weiß ich nicht mehr.  Sicher habe ich ihn versilbert.  Die Fahrt durch die Dardanellen war herrlich, wie es wohl immer besonders schön ist, wenn man etwas zum ersten Mal sieht.  Konstantinopel ist eine einzig schöne Stadt und beeindruckte uns sehr.  Die Bauten machten auf uns einen großen Eindruck, und wir hätten gerne einmal gewusst, wie es hinter den Haremsmauern aussah.

Von der Reederei aus wurden verschiedene Feste auf unserem Schiff gefeiert.  Viele Damen und Herren, die in Konstantinopel ansässig waren, wurden ein­geladen, und es ging dann an Bord hoch her.  Wir erlebten das aber nur als Zaungäste, denn noch waren wir ja nicht Kapitäne, und bis dahin war es noch ein weiter Weg.  Wir hatten aber auch so unseren Spaß.  Durch den Bosporus setzten wir unsere Reise fort.  Die Durchfahrt war sehenswert, all die herrlichen Bauten, prunkvollen Paläste mit märchenhaften Gärten!  Wir schauten uns bald die Augen aus dem Kopf, Haremsdamen konnten wir aber nirgends entdecken, die interessierten uns nun mal ganz besonders.  In Konstantinopel blieben wir nur vier Stunden.

Am 5. Juni 1899 verließen wir Odessa und fuhren weiter nach Batum.  In Konstantinopel hatten uns alle Passagiere verlassen, wir waren nun wieder nur Frachtdampfer.  Batum am Schwarzen Meer wird die russische Riviera genannt.  Die Gegend ist aber auch wunderschön, und es gab viel zu sehen.  Heute nach sechzig Jahren sind mir alle meine Reisen noch so gegenwärtig, als hätte ich sie erst gestern erlebt.  In Hamburg kamen wir am 24. Juni 1899 an.

Am 3. August 1905 schiffte sich die Expedition der Hamburger Sternwarte auf der PERA ein und erreichte am 15. August Tunis.  Die Levante Linie hatte gut daran getan, die drei nicht kostenlos zu befördern, denn aus den Spesenrechnungen war zu entnehmen, dass nicht zu knapp konsumiert wurde, allein auf der Hinfahrt über 38 Flaschen Wein, 13 Flaschen Sekt, 38 Glas Bier sowie verschiedene Ports, Sherrys, Grogs und Whiskys.  Professor Schorr war begeistert: „Um 8 Uhr morgens verließen wir mit dem Ausdruck des besten Dankes an Kapitän Hinrichs und seine Offiziere, die uns den Aufenthalt an Bord zu einem äußerst angenehmen gestaltet hatten, die PERA.“

Nach 3 ½ Wochen - die Expedition war sehr erfolgreich verlaufen - konnte die Rückfahrt angetreten werden.  Von Tunis reiste Dr. Schwassmann nach Marseille und Professor Knopf nach Palermo.  Professor Schorr und Beyermann schifften sich nach Malta ein, wo sie die PERA der Levante Linie auf ihrer Rückkehr von Odessa erwarteten.  Die PERA transportierte die Kisten zurück nach Hamburg.  Professor Schorr verließ Malta, nachdem alle Kisten verladen waren, in Richtung Syrakus, um in Italien Sternwarten zu besichtigen.  Nur der „Gehülfe" Beyermann fuhr mit der PERA allein zurück nach Hamburg.  Seine Zeit an Bord wird er ungestört genossen haben.

Ruhestand

Im Herbst 1909 setzte Johann Hinrichs sich als Kapitän zur Ruhe.  Ihn zog es wieder zurück nach Delve in seine Heimat.  

Johann Hinrichs hatte sich ein kleines Segelboot bauen lassen, das im Sommer in der Eider bei Delve lag. Oft spazierte er zum Delver Höft, der Anlegestelle für Schiffe und Boote, und unternahm stromauf- und stromabwärts kleine Segeltörns, nicht selten bis nach Friedrichstadt und Tönning.

Reisen

Johann Hinrichs mangelte es nicht an Zeit und Geld.  Deshalb ging er viel auf Reisen und nahm alles Sehenswerte begierig auf.  1910 fuhr er zur Weltausstellung nach Brüssel, 1912 nach Norwegen und 1913 nach Frankreich, wo ihn die Schlacht­felder von 1870/71 sehr interessierten.  Von allen Reisen schickte er regelmäßig Ansichtskarten an Verwandte, Freunde und Bekannte.  Einige Familien in Delve bewahren noch heute wunderschöne, von ihm persönlich geschriebene Karten auf, unter denen sich wahre Raritäten befinden.

Außerdem hatte er das Verlangen, seine beiden in den Jahren 1867 und 1880 mit ihren Männern nach Amerika ausgewanderten Schwestern Anna Christina (geboren 1. Mai 1857, verheiratet mit Ebbe Holländer) und Margaretha (geboren am 13. Juli 1847, verheiratet mit Anton Stoltenberg) wieder zu sehen.  Mit dem Schnelldampfer „AMERIKA“ der HAPAG - vom Stapel gelaufen und in Dienst gestellt im Jahre 1905 - fuhr er 1911 von Hamburg nach New York.

Von New York ging es tagelang mit einer Unterbrechung in Chicago durch die Vereinigten Staaten nach Iowa mit einem Abstecher nach Kalifornien.  Beim Abschied musste er seinen Schwestern versprechen, alle vier Jahre wiederzukommen.

Im Jahre 1914 fuhr er zum zweiten Male hinüber und zwar auf dem 52.117 BRT großen Dampfer „DER IMPERATOR“ der HAPAG. DER IMPERATOR, die HAPAG benutzte auf Wunsch von Kaiser Wilhelm II den männlichen Artikel, war am 23. Mai 1912 auf der Vulcanwerft in Hamburg vom Stapel gelaufen und bei seiner Indienststellung im Jahre 1913 das größte Schiff der Welt.  Er bot über 4.000 Passagieren Platz.

Vor der Rückfahrt brach der Weltkrieg aus und Johann Hinrichs hatte nur den einzigen Wunsch, so schnell wie nur irgend möglich wieder in die Heimat zu gelangen.  Auf einem holländischen Schiff kam er zurück nach Deutschland.  Da er 60 Jahre alt war, war er in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht interniert worden.

Im besten Verhältnis stand Kapitän a. D. Hinrichs zu seiner früheren Reederei, der Deutschen Levante Linie.  1931 erhielt er eine Einladung zu einer Mittelmeerreise, die er als Passagier unbeschwert genießen konnte.

 


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